Was der Reaktion vorausgeht
Kommunikationsschwierigkeiten und nicht ausdrückbare Bedürfnisse können Verhalten beeinflussen. Auch Lärm und andere Umweltfaktoren, zu hohe Anforderungen, Übergänge, Müdigkeit und Routineänderungen werden berücksichtigt. Bei möglichem Schmerz oder Begleiterkrankungen ist eine ärztliche Einschätzung nötig.
Funktionale Verhaltensanalyse
Mit den Eltern beschreiben wir eine Episode: Was geschah vorher, was tat das Kind, was folgte? So lässt sich eine Vermutung zur Funktion entwickeln und überprüfen. Endet eine schwierige Aufgabe nach Schreien, kann dies diesen Weg zur Pause verstärken. Das unterstellt keine bewusste Manipulation und macht Eltern keine Vorwürfe.
Überprüfbare Ziele
Ein Ziel kann sein, auf verständliche Weise um Hilfe oder eine Pause zu bitten. Ein anderes sind weniger Abbrüche einer bewältigbaren Aufgabe bei Schwierigkeiten. Zunächst wird die Ausgangslage festgehalten, danach werden Messung und Überprüfungszeitpunkt individuell vereinbart.
Unterstützung gestalten
Angemessene Anforderungen und vorhersehbare Übergänge werden besprochen, zugängliche Kommunikation vermittelt und Emotionsregulation unterstützt. Eltern erproben vereinbarte Ansätze im Alltag und berichten darüber. Beobachtungen leiten Anpassungen unter Berücksichtigung von Sicherheit und Wohlbefinden des Kindes.
Quellen und Geltungsbereich
NICE CG170 beschreibt die Unterstützung autistischer Kinder. Der Gerätehersteller erläutert die BAK-Technik.